Mein liebstes Mandelmutzen Rezept ganz einfach zum Nachbacken

Mandelmutzen

Wisst ihr eigentlich, warum wir Karneval feiern? Oder worin die ein oder andere Verhaltensweise in der fünften Jahreszeit ihren Ursprung hat?

Zwischen Altweiber und Aschermittwoch steht die Welt Kopf. In diesen Tagen sind diejenigen die Auffälligen, die nicht verkleidet sind. Frühshoppen und auf fremde Wangen „bützen“ gehört ebenso dazu wie der Straßenkarneval.

Versklavte Herren, Geistervertreiber und feierlustige Christen

Historisch betrachtet, hat Karneval seinen Ursprung in verschiedenen Festen, von denen ich euch drei vorstellen möchten:

  • Beim römischen Saturnalienfest tauschten die Herren und ihre Sklaven für einen Tag im Jahr die Rollen: Die Herren bedienten ihre Sklaven und die Sklaven durften Kritik äußern und Witze erzählen – ohne dafür bestraft zu werden. Hier liegt der Ursprung für die Büttenrede.
  • Um die Geister des Winters zu vertreiben, feierten die alten Germanen ein Frühlingsfest, bei dem sie sich unheimliche Masken aufsetzten und mit Trommeln, Rasseln und Schellen durch die Straßen zogen. Noch immer verkleiden sich Karnevalisten für den Straßenkarneval, der mit lauter Musik ausgelassen gefeiert wird.
  • Schon vor vielen hundert Jahren begann im Christentum am Aschermittwoch eine 40-tägige Fastenzeit. Grund genug, das Leben nochmal in vollen Zügen zu genießen: Mit Hochprozentigem, Flirterei und deftigem Essen.
Fastnacht

Schmalz: Nachhaltiges Superfood seit über 100 Jahren

Berliner, Amerikaner, Kreppel, Apfelkrapfen, Quarkbällchen oder Mutzen: Jedes Gebäck, das zwischen Altweiber und Aschermittwoch Hochsaison hat, wird in Schmalz ausgebacken. Wobei inzwischen auch eine vegane Alternative mit Pflanzenöl Einzug in die Backstube nimmt. Traditionell wird jedoch Schmalz zum Frittieren verwendet. Und zwar richtig viel davon! Aber warum eigentlich?

Zum Leid vieler flirtaffiner Karnevalisten findet Karneval in der kalten Jahreszeit statt. Schon bevor Karneval nach unserem heutigen Verständnis gefeiert wurde, nutzen die Menschen die Wochen zwischen Weihnachten und der bevorstehenden Fastenzeit, um ihre verderblichen Vorräte aufzubrauchen. Darunter fiel auch Fleisch mitsamt des von den geschlachteten Schweinen übrig gebliebenen Schmalzes. Davon gab es mehr, als man hätte als reinen Brotaufstrich konsumieren können. Also wurde der Schmalz erhitzt und zum Frittieren benutzt. Schmalz war außerdem ein echter Sattmacher und sorgte dank seiner hohen Kalorienanzahl für ordentlich Speck auf den Hüften. So brauchte sich keiner Sorgen machen, während der Fastenzeit vom Fleisch zu fallen.

Mein leckerstes Karnevalsrezept: Mandelmutzen

Damit auch ihr die Fastenzeit unbeschadet übersteht, habe ich euch mein Lieblingsrezept für Mandelmutzen rausgesucht.

Zutaten für ca. 60 Mandelmutzen:

  • 350 g Vollkornweizenmehl
  • 150 g Mandeln (gemahlen oder gehackt)
  • 150 g Zucker
  • 3 mittelgroße Eier (alternativ Ei-Ersatz)
  • 1 EL Rum (alternativ ein Fläschchen Rumaroma)
  • 3 Tropfen Bittermandelaroma
  • 150 g Butter (alternativ Margarine)
  • 2 TL Backpulver (gestrichen, nicht gehäuft)
  • Mindestens 400 ml Pflanzenöl
  • Puderzucker nach Belieben

Zubereitung:

  • Vermischt zunächst das Mehl zusammen mit den Mandeln und dem Backpulver.
  • Macht eine Vertiefung in die Mitte und gebt Eier, Zucker, Rum und Bittermandelaroma hinein.
  • Verknetet alle Zutaten gut miteinander und gebt gegen Ende noch die Butter in kleinen Stücken hinzu.
  • Stellt den Teig abgedeckt für etwa eine Stunde in den Kühlschrank.
  • Erhitzt in einem Topf das Pflanzenöl. Am besten eignet sich dafür Sonnenblumenöl oder – falls ihr es etwas nährstoffreicher mögt – Rapsöl. Ob das Öl heiß genug ist, erkennt ihr daran, ob sich beim Hineingeben eines Kochlöffels oder Holzstäbchens Blasen bilden.
  • Bildet mit Hilfe zweier Teelöffel Mutzen und gebt sie vorsichtig in das heiße Öl. Sobald die Mutzen anfangen, leicht braun zu werden, könnt ihr sie mit einer Schöpfkelle aus dem Topf nehmen und auf einem mit Küchenpapier belegten Teller abtropfen lassen.
  • Wenn die Mandelmutzen abgekühlt sind, könnt ihr sie noch mit Puderzucker bestäuben.

Tipp: Gebt ein wenig Zimt zum Puderzucker dazu – der passt hervorragend zu dem Mandelaroma und verleiht euren Mutzen eine originelle Geschmacksnote.

Ich schnappe mir jetzt meine Mandelmutzen und verfüttere sie auf einer Karnevalsparty. Ich wünsche allen Jecken eine närrische Zeit! Helau und Alaaf!

Jana Lang

Übrigens: Ich bin Jana und der Schreiberling dieses Genussmagazines. In den letzten zehn Jahren ist Kochen und Ernährung eines meiner größten Hobbys geworden. Am liebsten vegetarisch oder vegan. Wenn ich ausnahmsweise mal nicht wild in die Tasten haue oder ein mehrgängiges Abendessen zubereite, widme ich mich meinen beiden flauschigen Katzen Judy und Laylo. Oder entdecke die Welt. Im Kleinen wie im Großen.

Was sind eure liebsten Karnevalsrezepte?

Ich freue mich über Tipps und Rezeptvorschlage von euch in den Kommentaren.

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