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Speiseführer Mallorca – die ideale Kombination aus Reiseführer, kulinarischem Guide und Kochbuch

Als der CONBOOK-Verlag uns anschrieb und fragte, ob wir eine Rezension über einen Speiseführer schreiben wollen würden, mussten wir nicht lange überlegen: Schließlich dreht sich bei uns, und auch in diesem Genussmagazin, alles um Kulinarik! Und zwar um die Kulinarik einer einzelnen Stadt, manchmal auch nur einzelner Stadtteile und ab und an sogar über die zweier benachbarter Städte.


Unser Ziel ist es, dass unsere Teilnehmer eine Stadt oder Region über die Kulinarik kennenlernen. Dass sie Läden besuchen, die ihnen sonst nicht aufgefallen wären, die vielleicht noch ganz neu sind oder von denen sie gar nicht wussten, dass es sie ihnen gefallen würden. Weil sie eigentlich gar keine Lakritze mögen und sie dann im Rahmen unserer Tour doch probieren, wenn es denn schon inklusive ist - und dann völlig begeistert sind! 


Der Speiseführer hat eine ganz ähnliche Intention, nur dass hier nicht die eigene Stadt, oder eine Stadt innerhalb Deutschlands kulinarisch entdeckt wird, sondern ein Urlaubsort.


Von der Idee zur Umsetzung

Die Idee zum Konzept des Speiseführers kam dem Verleger Matthias Walter 2019 im eigenen Kreta-Urlaub mit der Familie. Bei den Autoren der ersten kulinarischen Reiseführer handelt es sich um eine Mischung aus Bestands- und Neuautoren, die im Nu gefunden waren: „Das Schöne an diesem Konzept ist, dass sich viele Autor:innen gerne mit der kulinarischen Seite eines Landes, einer Region beschäftigen und wir nicht lange fragen müssen, ob Interesse besteht“, weiß Svenja Müller. Als Verantwortliche für Pressearbeit und Marketing des Verlages arbeitet sie mit den Autoren eng zusammen und begleitete den Prozess von der Idee bis zur Vermarktung.


Den idealen Autor für den Speiseführer Mallorca sah der Verlag in Jörg Dauscher. Er kennt Mallorca wie aus seiner Westentasche, da er einige Zeit dort lebte. Als Reisejournalist, der außerdem ein Food-Junkie ist, der ebenfalls auch Berufserfahrung in der Gastronomie und als Weinhändler hat, ist er der perfekte Autor für den mallorquinischen Speiseführer.


So ist der Speiseführer Mallorca strukturiert

Die erste Auflage startet in einem für den Markt üblichen vierstelligen Bereich. Die 190 Seiten Inhalt wurden auf einem Bilderdruck-Volumenpapier gedruckt, das ein sehr angenehme Haptik aufweist und außerdem eine tolle Farbwiedergabe. Davon abgesehen ist es ECF und FSC-Mix zertifiziert, also möglichst nachhaltig.


Die Innenseite des Covers ist aufklappbar und zeigt eine Karte der Insel, in der alle 30 genannten Speisen Mallorcas in dem Ort eingetragen sind, in dem sie im Speiseführer vorgestellt werden. Denn genau darum geht es in diesem Buch: Um 30 typische Speisen, einen Blick in die Töpfe und um Tipps für Märkte und Restaurants auf der Baleareninsel.


Die Gliederung erfolgt in drei farblich voneinander unterscheidbare Kapitel: Das Rote und erste Kapitel setzt sich mit Fisch, Fleisch und mehr auseinander, in dem darauffolgenden Grünen geht es um Gemüse und mehr und das abschließende gelbe Kapitel widmet sich Gebäck, Dessert und mehr. Das „mehr“ bezieht sich darauf, dass es bei einem Gericht mit Fleisch natürlich auch mal vorkommen kann, dass neben Fleisch auch Gemüse für dessen Zubereitung notwendig ist. Oder andersherum. Damit jeder auf den ersten Blick sieht, ob das Gericht zu seiner Ernährungsform passt, wird jede Speise, beziehungsweise jedes vorgestellte Lebensmittel, nicht nur mit einem Farbfoto abgebildet, sondern auch mit einer Speisenkennzeichnung versehen, die direkt ersichtlich werden lässt, ob es omnivor, vegetarisch oder vegan ist.


Die drei großen Kapitel werden durch viele kleine Zwischenkapitel zu Themen wie Märkten, Nachhaltigkeit oder Getränken als passende Begleiter aufgelockert. Abschließend gibt es eine kleine Sprachhilfe, die nicht nur einen Fokus auf kulinarische Begrifflichkeiten legt, sondern neben dem spanischen Wort auch das Mallorquinische vorstellt.

Coverinnenseite des Speiseführers Mallorca
Darum liest sich der Speiseführer so angenehm

Damit wäre die Struktur nun also erklärt. Ordnung allein macht einen guten kulinarischen Guide natürlich noch nicht aus. Dem Autor Jörg Dauscher gelingt eine wunderbare Mischung aus Wissenstransfer mit einer ordentlichen Prise Humor, die einen immer wieder schmunzeln lässt.


Zu jedem Gericht oder jedem Produkt, wie etwa Orangen oder Olivenöl, wird die Geschichte erzählt. Aus welcher Region kommt es? Gab es das schon immer auf Mallorca? Wie wird es typischerweise zubereitet und wie vielleicht auch anders interpretiert? Auf mehreren Seiten wird man an das jeweilige Produkt oder Gericht herangeführt. So lange, bis man wirklich Hunger drauf hat. Umso besser, dass dieser Nebeneffekt direkt mit eingeplant wurde und man genau erfährt, in welchen Restaurants man dieses oder jenes essen kann, wo man es vielleicht auch kaufen kann – ggf. auch in Onlineshops, die nach Deutschland liefern – oder was kulinarisch am besten dazu passt.

Am besten gefallen hat uns jedoch der folgende Hinweis: Unter Do it yourself verstecken sich Schritt-für-Schritt-Anleitungen, quasi Rezepte, wie die Gerichte selbst zubereitet werden können. Damit schafft der Speiseführer ganz offiziell den Spagat zwischen Reiseführer, kulinarischem Guide und Kochbuch – für uns eine geniale Mischung, auf die die Welt viel zu lange warten musste!


Diese Kombination ermöglicht Vorfreude, nachkochen vor Ort in der eigenen Ferienwohnung oder wieder Zuhause angekommen nach der Reise. Am besten direkt mit Produkten, die in dem Urlaub erworben wurden. „Der Reiz der Speiseführer liegt darin, dass es das erste und aktuell einzige Konzept ist, das sich systematisch der authentischen Küche einer Region widmet. Und das ist genau das, was Menschen auf Reisen erleben möchten: Einen Einblick in das Leben, den Genuss und die Seele der Urlaubsregion. Und das geht am besten über das, was wir alle müssen und lieben: das Essen“, fasst Svenja Müller das Konzept zusammen. Recht hat sie.


Wir sind auf jeden Fall schwer begeistert, freuen uns nun noch mehr auf den ohnehin geplanten Mallorcaurlaub im kommenden Jahr und sind froh, in den Speiseführern nun ein potenzielles Geschenk gefunden zu haben, über das sich ganz gewiss jeder freuen wird!

 

Übrigens: Für das kommende Jahr stehen bereits vier weitere Speiseführer in den Startlöchern. Sollte anderen Lesern das Konzept ebenso gut gefallen wie uns, wird die Reihe weiter ausgebaut. An Möglichkeiten und spannenden Destinationen mangele es nicht, so Müller.


Copyright: Conbook Medien GmbH/ CONBOOK Verlag

Über die Kulinarische Schnitzeljagd

Die Kulinarische Schnitzeljagd ist eine Genusstour, bei der die Teilnehmer ihre Stadt neu erschmecken, allein oder mit Freunden, auf dem Rad oder anders.
In unserem Genussmagazin stellen wir Restaurants, Cafés und Feinkostläden vor und veröffentlichen Interviews und Berichte zu kulinarischen Themen.