Natur in Essen Werden

Bei der Kulinarischen Schnitzeljagd durch Essen ging es hoch hinaus

Am 11. Juli fand die Kulinarische Schnitzeljagd zum ersten Mal in Essen statt. Wer da direkt an eine Tour durch die Innenstadt einer Ruhrpottmetropole denkt, irrt sich jedoch gewaltig. Denn die Route führte die Teilnehmer durch den Essener Süden. Genauer gesagt: Vor allem in die Altstädte von Essen Werden und Essen Kettwig. Hier reihten sich kleine und große Stadtvillen neben Fachwerkhäuser, die Straßen waren oft gepflastert und so manch eine romantische schmale Gasse wurde erobert.

Ein Teil des Weges von Werden nach Kettwig – oder anders herum – führte direkt an der Ruhr entlang. Vorbei an Campingplätzen, Minigolfanlagen und der ein oder anderen Gastronomie, die teilweise sogar bei der Schnitzeljagd mitgemacht hat: “Ich hätte nie gedacht, dass die Gegend hier so viel schöne Natur zu bieten hat! Und auch die kleinen Fachwerkhäuser gefallen mir total gut”, staunt Schnitzeljäger Manuel, nachdem er gut die Hälfte der Läden abgeklappert hat. Er ist extra von Monheim nach Essen gefahren, um die Stadt jenseits ihrer kulturellen Sehenswürdigkeiten kennenzulernen.

Eine kleine Herausforderung stellten zwei teilnehmende Läden dar, die etwas außerhalb auf einem Berg lagen: Für den Buchholzhof und das Restaurant der Straußenfarm die farm mussten die Schnitzeljäger ordentlich Höhenmeter zurücklegen. Abgehalten hat dies aber kaum jemanden: “Wir hatten um 16 Uhr schon 270 Teilnehmer hier”, berichtet ein Mitarbeiter des Restaurants der Straußenfarm am Ende des Tages. Kein Wunder, denn die Mühen wurden belohnt: Beim Buchholzhof wartete eine gesunde Outdoor-Snackbar mit frischem Obst und Apfelsaft aus eigenem Anbau auf die Teilnehmer. Wer etwas Zeit zum Bummeln hatte, konnte seinen Shoppinggelüsten im scheunenähnlichen Hofladen nachgehen.

Das Gelände der Straußenfarm glich einem Naherholungsgebiet: Eingebettet in eine hügelige Landschaft erinnert das Restaurant tatsächlich an eine Farm, wie man sie eher in fernen Ländern vermuten würde. Nebenan ist eine Swinggolf-Anlage, eine Beachbar und ein afrikanisch dekoriertes Partyzelt.  Für die Teilnehmer der Kulinarischen  Schnitzeljagd gab es einen eigenen Außenberich, jeweils ein Bruschetta und etwas Starußenfilet und natürlich den Anblick auf die Riesenvögel. Diese werden dort in einem großen Auslaufgehege artgerecht und natürlich gehalten.

Und das Gute daran, wenn man einen Berg hoch geschafft hat: Irgendwann geht es auch immer wieder bergab.

Bei der Tour am 11.07.2020 in Essen haben folgende Läden mitgemacht:

Folgende Kostproben gab es für die Schnitzeljäger: Schweine Schaschlik, Baguette mit Rote Beete Hummus und einem kleinen Asiasalat, Obst aus eigenem Anbau und Apfelsaft, wahlweise ein kleiner Couscous Salat, eine Linsensuppe, eine Mini-Tartelette oder einen veganen Mini-Gugelhupf, Bruschetta und Straußenfilet, indischen Kartoffelsalat und entweder eine kleine Tarte mit Kaffeecrème oder eine kleine Tarte mit Zitronencreme, Tomatensuppe oder Fischsuppe, Kartoffeln mit Sauerrahm oder Pommes mit Currywurst, eine Kugel Eis, Spaghetti mit Trüffelmanchego, einen vegetarischen oder fleischigen frisch gegrillten Mini-Burger, eine Kugel Eis nach Wahl plus diverse Toppings und zweierlei Quiche mit Salat.

In diesem Sommer finden noch weitere Touren im Ruhrgebiet statt. Tickets u.a. für Mülheim an der Ruhr, Duisburg oder Bochum gibt es hier.