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Food Trends 2026

29 Jan 2026

Bubble Tea, Dubai-Schokolade und die Fruchtdesserts von Cédric Grolet haben eines gemeinsam: Sie waren mal DER Foodtrend und wir alle konnten gar nicht genug von ihnen bekommen. Doch genauso schnell wie die Begeisterung kommt, flaut sie oft auch wieder ab und es muss ein neues virales Rezept oder Produkt her. Wir haben uns deswegen gefragt, worauf wir uns 2026 wohl freuen können.


Der erste Trend des Jahres 2026

Japanese Cheesecake

Kaum hat das neue Jahr begonnen, schon gibt es einen ersten Gewinner bei den Food Trends: Gerade kommt wirklich niemand an dem "Japanese Cheesecake" vorbei. Er vereint alles, was Genussmenschen lieben: Guten Geschmack, wenige Zutaten (nur 2!) & einfache Zubereitung.


Trotz der einfachen Zubereitung finden wir in den Sozialen Medien unendlich viele Videos und Beiträge dazu - der Japanese Cheescake begeistert einfach. Einige Videos erreichen dabei mehr als 5,5 Millionen Views und das obwohl das Rezept eigentlich nur aus griechischem Joghurt und Lotus Keksen besteht und wenig Erklärung bedarf. Kekse in den Joghurt stecken und dem Ganzen etwas Zeit im Kühlschrank geben und schon ist der Japanese Cheescake fertig. Einige Supermärkte haben den Trend bereits erkannt und auch schon ins echte Leben gebracht: Mit Paletten voller Lotuskeksen und passender Rezepttafel.


Tatsächlich entstehen die meisten viralen Foodtrends auf TikTok oder Instagram. Wer also wissen will, was gerade angesagt ist, sollte auf einer der Plattformen aktiv sein.


Trendpotential für 2026

Nicht mehr lange und der Japanese Cheescake wird durch etwas Neues abgelöst werden. Wir sehen in vielen Bereichen Potential für die nächsten gehypten Rezepte und Produkte und teilen mit euch heute unsere vorsichtige Prognose.


1. Getränke mit dem besonderen Extra

Bei Getränken passiert dieses Jahr richtig viel, vor allem bei den sogenannten Functional Drinks. Denn manchmal steckt mehr drin, als man auf den ersten Blick denken könnte: Ashwagandha, Kurkuma oder Kollagen sorgen nicht nur für coole Social-Media-Fotos, sondern sollen auch das innere Wohlbefinden unterstützen. 


Die Gesundheit wird für viele immer wichtiger, man achtet bewusster auf Inhaltsstoffe und darauf, was man seinem Körper wirklich zuführt. Anfang der 2000er Jahre setzte das ,,Vitamin-Water" den Startschuss - heute sind die Drinks noch cleverer, gezielter und oft noch ausgefallener.


Ein ganz neuer Ansatz in Getränken sind zugesetzte Ballaststoffe - das trifft sich gut, denn fast jeder Deutsche nimmt davon viel zu wenig zu sich. Laut einem Artikel bei ARD werden für Erwachsene mindestens 30 Gramm pro Tag empfohlen, besser sogar 40 Gramm. Der durchschnittliche Verzehr liegt in Deutschland jedoch bei unter 22 Gramm – viele schaffen nicht mal das. Dabei wäre es eigentlich einfach, genügend Ballaststoffe aufzunehmen, denn sie stecken in vielen Grundnahrungsmitteln.


Limos wie "More FIZI" oder das "SuperPop von Pamela Reif" können dabei helfen Ballaststoffe einfach in den Alltag zu integrieren. Doch nicht nur Fitnessmarken haben den Trend erkannt, auch traditionelle Unternehmen wie Gerolsteiner haben mit "Flow" schon Ballaststoff-Drinks im Sortiment. Sie sättigen überraschend stark, liefern viele Ballaststoffe - ein ,,Spaßgetränk" mit  Gesundheits-Boost. 


2. Fermentiertes Essen

Auch fermentiertes Essen wird 2026 weiterhin richtig im Trend sein. Nicht nur, weil es gesund ist, sondern weil es super spannend schmeckt. Ein paar der beliebtesten fermentierten Essen sind Kimchi, Sauerkraut, Kefir oder auch Kombucha. 


Ein cooler Nebentrend: Viele Leute haben bereits angefangen, selbst zu fermentieren. Das könnte in diesem Jahr noch weiter zunehmen. Zuhause Sauerkraut ansetzen, Wasserkefir ausprobieren oder Gemüse fermentieren – das macht nicht nur Spaß, sondern geht auch leichter als gedacht und man merkt und sieht selbst, wie Aromen sich entwickeln.


In Deutschland macht das zum Beispiel Fairment seit ein paar Jahren zu seiner Mission. Die Gründer, Paul Seelhorst und Leon Benedens, haben das Ganze gegründet und zeigen, wie einfach Fermentation sein kann. Wir können diese Podcast-Folge zu dem Thema empfehlen, wenn du dich weiter informieren möchtest.


3. Regionalität & Nachhaltigkeit 

Auch Regionalität und Nachhaltigkeit sind Themen, die bei Foodtrends immer relevanter werden. Denn es geht beim Essen immer mehr darum, zu wissen, woher die Zutaten kommen. 


Ein Strauß aus Gemüse


Vor allem durch immer beliebter werdende Konzepte wie Gemüseboxen vom Bauernhof wächst die Regionalität. Ob wöchentlich geliefert oder direkt abgeholt, man bekommt frisches Gemüse, das gerade Saison hat, und kann damit kreativ in der Küche werden. Ein weiteres gutes Beispiel dafür ist auch das Konzept von Rübenretter, bei denen man wöchentlich bunte Gemüseboxen direkt vom Bauernhof bekommt, und das oft mit Sorten, die sonst im Müll gelandet wären, weil sie nicht „perfekt“ aussehen.


Gerade das macht den Trend so cool: Man entdeckt Gemüsesorten, die man vielleicht vorher nie auf dem Teller hatte. Und die Nachhaltigkeit passiert quasi von selbst: Wer lokal einkauft und saisonale Produkte nutzt, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern entdeckt auch neue Rezepte und Kombinationen, die man sonst vielleicht nie ausprobiert hätte. 


4. High Protein

Früher wollte jeder Low Carb essen, heute ist es High Protein: Kein Wunder also, dass klassische Rezepte, neu interpretiert mit hohem Proteinanteil, immer öfter viral gehen. Wir sind uns sicher, auch 2026 werden wir viele High Protein Rezepte in den Sozialen Medien ausgespielt bekommen. 


Besonders erfolgreich sind die Rezpete, wenn sie wie ein eigentlich ungesundes Gericht schmecken - unser Favorit in 2025 war da beispielsweise der Big Mac Wrap, der zwar wie das Original schmeckt, aber richtig gute Nährwerte liefert.


5. Essen als Erlebnis

Essen ist heute mehr als nur Nahrungsaufnahme - wir wollen Spaß haben, überrascht werden und neue Dinge entdecken. Diesen Trend haben Restaurants und Veranstalter erkannt und begeistern mit immer wieder neuen Konzepten:


Ein Beispiel dafür ist Le Petit Chef. Hier bekommst du ein mehrgängiges Menü, bei dem eine 3D‑Animation direkt auf Tisch und Teller projiziert wird. Dabei begleitet dich ein winziger, etwa 6 cm großer virtueller Chef. 


Und es geht noch kreativer: Konzepte wie Sip & Paint verbinden Essen oder Drinks mit Malen, Basteln oder kleinen Workshops. Man sitzt zusammen, genießt Snacks oder Getränke und gleichzeitig entsteht dabei ein Bild, eine Erinnerung, oder auch einfach der Moment an sich. 


Wer Bewegung und Genuss verbinden möchte ist bei unserem Genussevent, der Kulinarischen Schnitzeljagd richtig: Hier kannst du an nur einem Tag bis zu 12 verschiedene Restaurants, Cafès und Feinkostläden deiner Stadt entdecken und wirst an jeder Station mit einer Kostprobe überrascht. Wie du von Laden zu Laden kommst ist dir selbst überlassen - viele nutzen das Fahrrad und entdecken so ganz nebenbei noch die Stadt.


Fahrradfahrer bei der Kulinarischen Schnitzeljagd


Fazit der Food-Trends 2026: 

Das Coole an Foodtrends? Sie lassen sich nie komplett vorhersagen. Was heute viral geht, ist morgen vielleicht schon wieder vergangen. Wir sind gespannt wo unsere Prognosen richtig liegen und welches Rezept oder Produkt und vielleicht überraschen wird.


Transparenzhinweis: Die genannten Marken und Produkte wurden aus rein redaktionellen Gründen ausgewählt. Es besteht keine bezahlte Kooperation und keine Gegenleistung.

Stichworte: Allgemein 

Über die Kulinarische Schnitzeljagd

Die Kulinarische Schnitzeljagd ist eine Genusstour, bei der die Teilnehmer ihre Stadt neu erschmecken, allein oder mit Freunden, auf dem Rad oder anders.
In unserem Genussmagazin stellen wir Restaurants, Cafés und Feinkostläden vor und veröffentlichen Interviews und Berichte zu kulinarischen Themen.