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Die 100 besten Rezepte der besten Foodblogger

Foodblogger sind gefragter denn je: ob klassischer Blog, Instagram, Tiktok oder Pinterest – immer mehr Menschen holen sich im Internet Kochinspiration. Der beinahe einzige Haken an der Sache: Ebenso schnell, wie man spannende Rezepte findet, hat man meist auch schon wieder vergessen, wo man sie entdeckt hat und die Suche beginnt von Neuem.


Die Rezepteplattform Rezeptebuch und der Callwey Verlag haben für dieses Problem eine Lösung gefunden. Seit 2021 begeben sie sich auf die Suche nach den angesagtesten Bloggern und ihren besten Rezepten. Die Idee: Gute Rezepte sollten nicht im Nirvana des Internets untergehen, sondern haptisch auf Papier zwischen zwei dicken Buchdeckeln verewigt werden – und somit immer griffbereit im Bücherregal stehen. Um die besten Rezepte, auch laut „Nachkochern“, zu finden, wurde ein Award ins Leben gerufen, deren Sieger mit jeweils ein bis zwei Rezepten in dem Buch verewigt wurden.


Cook and Pott

Jessica Flucks von dem Foodblog Cook and Pott organisiert seit diesem Jahr eine der Kulinarischen Schnitzeljagden in Essen und erhielt im vergangenen Jahr eine Anfrage per Instagram, in der sie auf den Award aufmerksam gemacht wurde. Dafür konnte sie bis zu fünf Rezepte samt Foto in hoher Auflösung hochladen und ihre Community bitten, für sie abzustimmen. Die Votingzeit betrug einen Monat und insgesamt bewarben sich 98 Blogger mit 345 Rezepten. Wem ein Rezept gefiel, hinterließ ein „Yummie“, also ein Like. Schließlich wurden die Rezepte mit den meisten Yummies gründlich vom Verlagsteam gesichtet und auf inhaltliche Qualität sowie eine Rezeptvielfalt geachtet, damit das Buch eine ausgewogene Mischung repräsentiert. 81 verschiedene Blogger erhielten schließlich den symbolischen Award und wurden in dem Buch verewigt, – manche sogar mit zwei Rezepten, da sie bei der Community besonders gut ankamen.


Vor 1,5 Jahren, während die Coronapandemie längst Einzug in unser Leben gefunden hatte, haben Jessica und ihr Freund Sven den Foodblog Cook and Pott auf Instagram ins Leben gerufen. Sven arbeitet hauptberuflich als Koch und Jessica hat ihre Wurzeln ebenfalls in der Gastro. Die beiden lieben es zu kochen und ihr Essen schön anzurichten und zu fotografieren – ideale Voraussetzungen also für einen Kochblog. „Es war nie geplant Foodblogger oder Influencer zu werden, vielmehr wollten wir den Menschen Ideen geben, um in Homeoffice-Zeiten abwechslungsreich zu kochen“, erinnert sich Jessica an die Anfänge zurück. Inzwischen investieren die beiden etwa 15 Stunden pro Woche neben ihrer Arbeit in den Foodblog. Dabei entwickeln sie viele Rezepte selbst oder wandeln Rezepte, die ihnen besonders gut gefallen, nach ihrem eigenen Gusto ab. Teilweise kooperieren sie auch mit Produzenten oder Erzeugern, achten aber gerade bei bezahlter Zusammenarbeit darauf, dass die von ihnen beworbenen Produkte ihren persönlichen Vorlieben und Qualitätsansprüchen entsprechen. Seit dem Launch des Foodblogs haben die beiden mehr als 370 Beiträge auf Instagram veröffentlicht. In Zukunft planen sie auch einen Youtube-Kanal und einen Tiktok-Account, da es ihnen das Erstellen von Kurzfilmen und Reels zunehmend angetan hat.

 

Eines der beiden Rezepte von Cook and Pott: Saftige (Frühstücks-)Apfelmuffins Eines der beiden Rezepte von Cook and Pott: Saftige (Frühstücks-)Apfelmuffins 

Das Blogger-Kochbuch 

Ganze 240 Seiten umfasst das Resultat des Rezeptwettbewerbs, das mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren gedruckt wurde. Das Besondere: zu jedem Rezept gibt es ein ganzseitiges Farbfoto. Die Fotos sind im Internet und gerade bei Social Media oft die halbe Miete – und das wird in diesem Buch wunderbar gespiegelt.

 

Die Rezepte wurden in verschiedene Kapitel und Unterkapitel aufgeteilt:

  • Vorspeisen: Salate, Suppen, Snacks und Brunch
  • Hauptspeisen: Vegetarisch/ Vegan, Fisch & Meeresfrüchte und Fleisch
  • Desserts: Gebäck, Süßspeisen, Kuchen, Muffins und Torten
  • Drinks & Getränke

 

Abgerundet wird das Buch durch ein von der Autorin Ronja Kolls geschriebenes Vorwort, Produkte des Jahres, ein Zutatenregister sowie ein Bloggerverzeichnis.

 

Jedem Rezept wird eine Doppelseite gewidmet, von der eine ein Foto des fertigen Gerichtes zeigt. Um sich schnell einen Überblick zu verschaffen, steht bei jedem Rezept dabei, wie lange die Zubereitung dauert und welchem Schwierigkeitsgrad es entspricht. Ein Untertitel zum Rezepttitel gibt einen weiteren Hinweis, ob einem das Rezept zusagt. Die Zutatenangaben richten sich immer an unterschiedlich viele Personen, hier sollte man also genau gucken, ob es sich um ein Rezept für beispielsweise zwei oder vier Personen handelt.

 

Auch schön: Da es in diesem Buch nicht nur um die Rezepte selbst, sondern auch um die Foodblogger geht, die dahinter stehen, steht unter jedem Rezept ein kleiner Text über die Blogger und wo man sie im World Wide Web findet. Sagt einem ein Rezept also besonders zu, weiß man direkt, wo man mehr Foodinspiration dieser Art findet.

 

Ganz im Sinne des aktuellen Zeitgeistes sind unter den Rezepten auch viele vegane dabei, was die Vielfalt der präsentierten Kochrezepte abrundet. Eine kleiner Fokus ist uns bei den Desserts aufgefallen, bei denen es auffällig viele Varianten von Käsekuchen – auch in vegan – gibt. Womöglich ein Zeichen, dass auch Käsekuchen aktuell im Trend liegt.

 

Jessica und Sven gehören zu den Bloggern, von denen zwei Rezepte abgedruckt wurden. Sie sind zum einen mit ihren saftigen (Frühstück-)Apfelmuffins vertreten und zum anderen mit Cheesecake Sticks.

 

Von uns gibt es eine ganz klare Empfehlung für dieses Buch: es hat eine tolle Haptik, da es auf dicken, großen Seiten gedruckt wurde, die vielen ästhetischen Bilder lassen einem schon beim Durchblättern den Magen knurren und die Auswahl der Rezepte ist so gut gewählt, dass wir uns am liebsten einen ganzen Monat freinehmen würden, nur um genug Zeit zu haben, all die leckeren Gerichte nachzukochen und nachzubacken.

 

Welchen Foodbloggern folgt ihr? Wir freuen uns auf eure Kommentare.

Über die Kulinarische Schnitzeljagd

Die Kulinarische Schnitzeljagd ist eine Genusstour, bei der die Teilnehmer ihre Stadt neu erschmecken, allein oder mit Freunden, auf dem Rad oder anders.
In unserem Genussmagazin stellen wir Restaurants, Cafés und Feinkostläden vor und veröffentlichen Interviews und Berichte zu kulinarischen Themen.