Holocafé in Düsseldorf – Interview mit Sebastian Kreutz

Das Holocafé ist ein futuristisch eingerichtetes Virtual Reality Café, das im Dezember 2018 in Stadtmitte eröffnet hat. Geschäftsführer Sebastian Kreutz sprach mit uns über das originelle Konzept seines Cafés und wie es zur Unternehmensgründung kam. Das Holocafé ist in diesem Jahr zum 1. Mal bei der kulinarischen Schnitzeljagd dabei und nimmt am 1. Juni, 6. Juli und 14. September daran teil.

Was findest Du an der kulinarischen Schnitzeljagd so besonders?

Sebastian: Die kulinarische Schnitzeljagd ist ein tolles Konzept, um die vielfältigen gastronomischen Angebote in der eigenen Stadt kennen zu lernen, gerade in einer Großstadt wie Düsseldorf. Man bewegt sich täglich durch die Stadt, entdeckt aber im Alltag nur einen Bruchteil der Angebote. Für uns ist dies natürlich auch eine tolle Gelegenheit, unser innovatives Konzept den Düsseldorfern zu zeigen.

Seit wann gibt es Deinen Laden in Düsseldorf und warum?

Sebastian: Unser aktueller Flagship Store hat am 1. Dezember 2018 eröffnet, uns gibt es aber schon seit 2016 in Düsseldorf: In jenem Winter haben wir einen PopUp-Store in den Düsseldorf Arcaden eröffnet, ein Jahr später haben wir kurzzeitig in der alten Stadtkämmerei geöffnet. Seitdem haben wir nach der geeigneten Location gesucht, um unser Konzept zu verwirklichen. Wir hatten zwischenzeitlich Franchise Stores in Aachen, Troisdorf und Bochum eröffnet, uns war es aber wichtig, unser Interieur- und Gastronomiekonzept an unserer Heimatbasis zu verwirklichen, damit wir als Gründer den direkten Kontakt zu Besuchern haben und deren Feedback aufnehmen können.

https://holocafe.de/de/duesseldorf/spiele/holocafe

Welches Gericht würde Deinen Laden am Besten beschreiben?

Sebastian: Waffeln – bei uns dreht sich alles um Waffeln. Ob klassische belgische Rezeptur, asiatische, knallgrüne Pandan-Waffeln oder herzhafte Pizzawaffeln – die Waffel ist die Basis unserer Angebote.

Beschreibe Deinen Laden in einem Satz.

Sebastian: Das Holocafé vereint ein innovatives und soziales Unterhaltungskonzept in Virtual Reality mit einem futuristischen Café, in dem sich hochwertiger Kaffee, Waffeln und Softdrinks genießen lassen.

Welche Geschäftsphilosophie hast Du?

Sebastian: Auch wenn wir unser Konzept weltweit vertreiben möchten, bleiben wir bodenständige Gründer mit einem Sinn für Nachhaltigkeit. Wir verstehen unsere Teams – sowohl in der Technologieentwicklung als auch in der Gastronomie – als unseren Schlüssel zum Erfolg und daher investieren wir nicht nur in Weiterbildung, sondern vergüten unsere Mitarbeiter auch deutlich über Tariflohn. Nicht selten mussten wir unsere engagierten Mitarbeiter überreden, auf Überstunden zu verzichten und wir versuchen stets, ihr Feedback in die Weiterentwicklung unseres Unternehmens zu integrieren. Genauso wertschätzen wir als Gründer den direkten Kontakt zu unseren Kunden, wodurch wir immer neue Impulse zur Weiterentwicklung unserers Angebots ungefiltert erhalten. Wir sind daher auch sehr selektiv bei der Wahl unserer Geschäftspartner und Investoren, um auch in Zukunft unsere Unternehmenskultur bewahren zu können.

Welches Deiner Produkte gefällt Deinen Kunden am Besten und warum?

Sebastian: Am beliebtesten sind natürlich unsere Virtual Reality Games, aber aus gastronomischer Sicht gefällt unseren Kunden unser Kaffee am besten. Diesen haben wir uns im Einkauf einiges kosten lassen: Wir greifen hier auf eine Arabica/Robusta Mischung der Indie Roasters aus Bielefeld zurück. Dabei handelt es sich um biologischen Mischkulturanbau unter Verzicht auf chemische Dünger und das schmeckt man. Damit auch die Milchkaffees gut zur Geltung kommen, setzen wir im Gegensatz zu den meisten Cafés im Umkreis ausschließlich auf Frischmilch statt H-Milch. Natürlich gibt es auch Sojamilch für Kaffeeliebhaber mit Lactoseunverträglichkeit oder Veganer.

Worauf legst Du in Deinem Laden besonderen Wert?

Sebastian: Mir ist eine hohe Produktqualität und Kundenzufriedenheit wichtig – ob es sich nun um Games oder das gastronomische Angebot handelt. Besonderen Wert lege ich dabei auf ein gesamtheitliches Konzept. Wir haben beispielsweise stark in den Innenausbau investiert und können das gesamte Ladenlokal in beliebigen Lichtstimmungen erstrahlen lassen. Das Erlebnis soll nicht erst beginnen, wenn die Nutzer die VR-Brille aufsetzen, sondern bereits beim Betreten des Ladenlokals. Und da dürfen natürlich auch die Speisen und Getränke nicht hinter der Unterhaltung abfallen.

https://holocafe.de/de/duesseldorf/spiele/holocafe

Was macht Stadtmitte als Standort Deines Ladens so besonders?

Sebastian: Unser Stadtteil ist sehr lebendig und äußerst international. Wir sind in unmittelbarer Nachbarschaft der japanischen Community und begrüßen durch das kulturelle Umfeld auch stets viele Geeks, Gamer und Otakus bei uns. Mit dabei sind viele Expats, so dass immer wieder spannende Gespräche mit internationalen Gästen entstehen. So gibt es immer wieder die Gelegenheit, sich in anderen Sprachen auszutauschen und die Abwechslung und Vielschichtigkeit des Publikums macht uns besonders Spaß.

Was gefällt Dir an der kulinarischen Szene in Düsseldorf am meisten?

Sebastian: Ich persönlich bin ein großer Fan der japanischen und italienischen Küche. In Stadtmitte habe ich Zugang zu fantastischen japanischen Restaurants und liebe es, authentischen Ramen zu essen. In meinem Heimatstadtteil Gerresheim hingegen gibt es viele tolle italienische Gastronomen. Aber auch darüber hinaus findet man in Düsseldorf praktisch jede kulinarische Richtung und innovative Konzepte, was die Szene unglaublich abwechslungsreich macht.

Wolltest Du schon als Kind ein eigenes Unternehmen führen? Und wenn ja: warum?

Sebastian: Als Kind kam mir der Gedanke nicht, der reifte erst sehr viel später, nachdem ich bei einigen größeren Unternehmen beschäftigt war. Es gab hier immer wieder Punkte, die mich in der Firmenkultur gestört hatten, z.B. dass es selten Anlaufstellen für die Ideen der Angestellten gab. Dadurch ging viel kreatives Innovationspotential verloren und sorgte auch stets für einen gewissen Disconnect zwischen Geschäftsführung und Beschäftigten. Das Holocafé ist mein zweites Unternehmen, aber bereits bei meiner ersten Ausgründung war die Schaffung einer anderen Firmenkultur einer der Hauptmotivatoren für meine Selbständigkeit.

Wo gehst Du essen, wenn Du selbst keine Lust auf Kochen hast?

Sebastian: Meine Lieblingsrestaurants sind Takumi, Eat Tokyo, Da Giacomo und Sardegna. Durch meine Arbeit am Wehrhahn bin ich aber auch recht häufig im Chidonkey oder Frittenwerk.

Was kochst Du privat im Alltag?

Sebastian: Wenn ich denn mal die Zeit dafür habe (und das ist meist nur der Fall, wenn ich Gäste habe), koche ich gerne eine klassische Bolognese mit lange durchgezogenem Soffritto. Sehr gerne koche ich auch Roastbeef mit Glühweinsauce (auch außerhalb der üblichen Saison), Paprikarahmschnitzel mit verschiedenen Beilagen oder Lachs-Curry nach Art Garam Masala.

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