Bei spätsommerlichen Temperaturen durch Mülheim an der Ruhr

Am 21. September zeigte sich Mülheim an der Ruhr von seiner schönsten Seite: Bei strahlendem Sonnenschein fuhren die Schnitzeljäger durch Stadt und vor allem sehr schönes Land zu den gastronomischen Geheimtipps der Ruhrgebietsstadt.

Mit Mülheim an der Ruhr ist die diesjährige Schnitzeljagdsaison beendet. 2019 fand die Kulinarische Schnitzeljagd nicht nur erstmalig drei Mal in Düsseldorf statt, sondern eroberte auch neue Städte: Nach Duisburg, Köln und Mönchengladbach durfte Ende September auch Mülheim an der Ruhr zeigen, was es in Punkto Gastronomie zu bieten hat.

Wie bei jeder Kulinarischen Schnitzeljagd entschieden die Teilnehmer auch hier den Start- und Endpunkt sowie die Anzahl an Läden ihrer Route selbst. Wer es ins hübsche Saarn schaffte, probierte beim Imbiss “der holländer” eine holländische Fischspezialität namens „Kibbelinge“ und italienische Wein bei Pro.V.Ita: „Die Weine wurden von fast allen Teilnehmern gut bis sehr gut angenommen“, erzählt Marc vom Weinfachhandel Pro.V.Ita. „Eine besonders schöne Situation habe ich empfunden, als sich die Teilnehmer mit ihrem Glas Wein raus in die Sonne begeben haben und sich sehr nett unterhielten.“

Kaimug in Mülheim an der Ruhr

Asien, Asien

Die Kulinarische Schnitzeljagd ist immer eine gute Möglichkeit, um auch die Küche ferner Länder kennenzulernen. In Mülheim gab es einen leichten asiatischen Schwerpunkt, der einen kleinen Überblick über die vielseitige Küche dieses Kontinentes gab. Während es bei dem Japaner Kitsune Sushi & Grill vegetarisches Sushi mit Avocado oder Gurke gab, belohnte das etwas abseits und höher gelegene Dayang Sumbi die Schnitzeljäger mit einem kleinen Vorspeisenteller. Das indonesische Restaurant hielt für jeden Gast eine vegetarische Frühlingsrolle, frittiertes Gemüse im Teigmantel sowie einen kleinen Hähnchenspieß bereit, zu dem ein Erdnusssoße, eine süß-saure Soße und auf Wunsch auch ein sehr scharfer Dip gereicht wurden. „Viele Gäste waren sehr angetan von der Kostprobe und würden gerne nochmal wiederkommen“, berichtet Andreas Borgmann von Dayang Sumbi nach der Schnitzeljagd. Auch das thailändische Restaurant Kaimug, das direkt an der Ruhrpromenade liegt, begrüßte die Schnitzeljäger außerordentlich herzlich. Auf eigens für die Kulinarische Schnitzeljagd gedruckten Menükarten konnte sich jeder Teilnehmer eines von drei Gerichten aussuchen, die erst nach der Bestellung in der offenen Küche zubereitet wurden und somit besonders frisch waren. Die Portionen waren so groß, dass es schon ein kleines Hauptgericht hätte sein können. Die Mühe des Kaimug-Teams zahlte sich aus: „Der schönste Moment war jedes Mal, wenn Gäste unser Essen als überragend bewerteten mit dem Versprechen, wieder zu kommen“, erzählt Richard von Kaimug.

Vegetarische Leckerbissen

Vegetarier werden bei der Kulinarischen Schnitzeljagd in der Regel ebenso gut satt wie Fleischesser. In den allermeisten Fällen gibt es für Vegetarier eine fleischlose Alternative oder die Probierhäppchen sind von vornherein vegetarisch. In Mülheim stach das vegetarische Angebot jedoch besonders hervor. So gab es bei Manducare Steaks & Burger einen kleinen Mini-Veggieburger mit Kichererbsenpommes, im Kaiserreich veganen mediterranen Nudelsalat in einem Waffelschälchen oder im Fair1Heim ein Stück Dinkelvollkornpizza aus dem Steinofen in demeter-Qualität sowie ein kleines Stück selbstgebackenes Bananenbrot. Das Fair1Heim verarbeitet ausschließlich Bio-, oft sogar Demeterlebensmittel und achtet dabei auf fairen Handel. Ein Großteil der Gerichte ist vegetarisch, was die Auswahl für Vegetarier dementsprechend umfangreich macht. Noch mehr Auswahl an fleischlosen Gerichten gibt es jedoch im Restaurant Ronja im Ringlokschuppen. Das komplett vegan-vegetarische Restaurant überzeugte die Schnitzeljäger mit einem herzhaften Zucchini-Walnussplätzchen, das mit arabischen Gewürzen abgeschmeckt wurde. „Der gesamte Tag war ein schöner Tag, in dem wir uns neben dem Tagesgeschäft auch um neue Leute kümmern, die sich auch für die Umgebung wie die MüGa und den Ringlockschuppen begeistert haben“, resümiert  Sinan vom Restaurant Ronja den Tag aus Gastgeberperspektive.

Fair1-Heim in Mülheim an der Ruhr
RS 1 in Mülheim an der Ruhr

Wie im Urlaub

Dank des spätsommerlichen Wetters fühlte sich die Schnitzeljagd für viele Teilnehmer wie ein Urlaubstag an, was nicht zuletzt an der schönen Route lag: Sie führte die Schnitzeljäger immer wieder entlang der Ruhr, durch besonders grüne Ecken der Stadt und größtenteils durch verkehrsarme Straßen. Teilstrecken bestanden sogar aus dem RS1, dem Radschnellweg durchs Ruhrgebiet, was das Fahren besonders angenehm machte. Das Get-together im Biergarten der Tomate direkt an der Ruhr war schließlich der perfekte Ort, um den genussreichen Tag ausklingen zu lassen.